Verband getrennterziehender Eltern
 

Konflikte - Wissenschaft

Nachdem die grundsätzliche Kindeswohldienlichkeit der gemeinsamen Elternschaft in Nachtrennungssituationen durch empirische und analytische Studien etabliert ist, konzentrieren sich Sozialwissenschaftler, Mediziner und Psychologen zunehmend auf die Bedingungen für engagiertes sogenanntes Co-Parenting oder gemeinsame Elternschaft.

Innerhalb des Themas Co-Parenting kommt dem Konfliktmanagement ein hoher Stellenwert zu. Wissenschaftler haben erste Modelle entwickelt, um schwerwiegendere Konflikte, wie z. B. Wohnortwechsel über größere Distanzen angehen zu können. Im Kern geht es um die Bewertung der Offenheit beider Eltern gegenüber gemeinsamer Elternschaft.

Beide Eltern sind sogenannte „gatekeeper“ also Wächter ihrer Kinder. Wenn Konflikte beurteilt werden, spielt eine entscheidende Rolle, ob sie dieses Wächteramt in einer Weise, die den Zugang zum anderen Elternteil erleichtert (facilitative gatekeeping, FG) oder in einer Weise, die den Zugang zum anderen Elternteil erschwert (restrictive gatekeeping, RG) wahrnehmen. Diese Analysemethode erlaubt, kindeswohldienliches integratives Verhalten zu fördern und kindeswohlgefährdendes antagonistisches Verhalten zu sanktionieren.

 
 
 
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